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Freiberg Instruments erhält Innovationspreis
Die Freiberg Instruments GmbH ist mit dem IQ Innovationspreis Mitteldeutschland in der Sparte Solarwirtschaft ausgezeichnet worden. Die durch zwei Physiker der TU Bergakademie Freiberg, Jürgen R. Niclas und Kay Dornich, im Dezember 2005 gegründete Firma erhielt die mit 7500 Euro dotierte Auszeichnung für ein weltweit neuartiges Verfahren zur berührungsfreien und zerstörungslosen Überprüfung von Siliziumwafern - Microwave Detected Photoconductivity (MDP). Dünne Scheiben aus dem Halbleiter Silizium dienen als Ausgangsmaterial für die Herstellung von Computerchips oder Solarzellen. Doch aufgrund von Materialmän-geln oder Fehlern im Fertigungsprozess sind etliche dieser mit hohem Aufwand er-zeugten Produkte unbrauchbar. Bislang konnte dies aber oftmals erst am Ende der Produktionskette festgestellt werden. Durch das neue Verfahren können mithilfe von Mikrowellen und Laserstrahlen elekt-risch wirksame Fehler erkannt und eine Art Qualitäts-Topographie abgebildet werden, so Geschäftsführer Kay Dornich. Das Verfahren ist besonders empfindlich und deshalb auch sehr schnell. Siliziumscheiben können binnen einer Minute und die daraus geschnittenen dünnen Scheiben, die sogenannten Wafer, im Sekundentakt überprüft werden. Bereits im laufenden Produktionsprozess ermöglicht dies die frühzeitige Fehlererkennung, die Reduktion der Ausschussquote und Senkung der Stückkosten. Die Waferqualität wird gesteigert und der Wirkungsgrad der Solarzelle erhöht.
"Diese Innovation eröffnet eine völlig neue Dimension der Qualitätskontrolle", so Stephanie Mandler vom Preisstifter Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft GmbH, Leipzig. "Damit ergeben sich gleichzeitig Verbesserungen für den gesamten Produktionsprozess." Die Freiberger zeigten exemplarisch die hohe Innovationskraft des Solarvalley Mitteldeutschland, so Klaus Wurpts, Geschäftsführer der Wirtschafts-initiative. Die Innovation sei "im Umfeld schwieriger Rahmen- und Wettbewerbsbe-dingungen" ein wichtiger Baustein zum Ziel Netzparität im Jahr 2013.
Die Freiberg Instruments GmbH beschäftigt derzeit elf Mitarbeiter und produziert in Serie. Die Geräte werden nach Europa, den USA und auch nach Asien geliefert. Der Umsatz des Unternehmens lag im vergangenen Jahr bei etwa einer Million Euro. Die auf Wachstumskurs befindliche Freiberg Instruments strebt binnen Jahrsfrist die Ein-stellung weiterer sechs bis acht Mitarbeiter an und setzt bei der Expansion auf den Standort des Gründer- und Innovationszentrums Freiberg im Gewerbegebiet Süd. Dort befindet sich ein europaweit einmaliger Forschungs- und Unternehmensverbund zur Entwicklung und Herstellung halbleitender Substrate aus Silizium. Bedeutende Akteure sind das Fraunhofer Technologiezentrum Halbleitermaterialien (THM) und die Tochterunternehmen der SolarWorld AG mit der Deutschen Solar AG und der SolarWorld Innovations GmbH.
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