Zerspanungsmechaniker/ in

Was macht man in diesem Beruf?

Zerspanungsmechaniker/innen stellen metallene Präzisionsbauteile für technische Produkte aller Art her. Dies können etwa Radnaben, Zahnräder, Motoren- und Turbinenteile sein. Sie richten Dreh-, Fräs- und Schleifmaschinen ein und modifizieren hierfür CNC-Maschinenprogramme. Dann spannen sie bspw.Metallteile und Werkzeuge in die Maschinen ein, richten sie aus und setzen den Arbeitsprozess in Gang. Sie prüfen, ob die Maße und die Oberflächenqualität der Werkstücke den Vorgaben entsprechen. Darüberhinaus übernehmen sie Wartungs- und Inspektionsaufgaben an den Maschinen. (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, BERUFENET-Stand 01.02.2017)

Einsatzgebiete

  • Maschinenbau

  • Stahl- und Leichtmetallbau

  • im Fahrzeugbau

  • in Gießereien

Arbeitsorte

  • in Werkhallen

  • in Werkstätten

Anerkannte Ausbildungsberufe in der Berufsgruppe Metallbearbeitung:

BerufAusbildungsbereichDauer
Fachkraft für Metalltechnik Umform- und Drahttechnik,
Zerspanungstechnik, Konstruktionstechnik
Industrie und Handel 24 Monate
Stanz- und Umformmechaniker/inIndustrie und Handel 36 Monate
Feinpolierer/inIndustrie und Handel 36 Monate
Vorpolierer/in Schmuck- und KleingeräteherstellungIndustrie und Handel 24 Monate
Fachkraft für Metalltechnik, Fachrichtung ZerspanungstechnikIndustrie und Handel 24 Monate
Zerspanungsmechaniker/inIndustrie und Handel 42 Monate
Zerspanungsmechaniker/inHandwerk 42 Monate

Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung

Ausbildungsbetrieb des Monats

SM Sächsisches Metallwerk Freiberg GmbH

Das traditionsreiche Freiberger Unternehmen verarbeitet Kupfergusslegierungen nach verschiedenen Normen in den Herstellungsverfahren Sandguss, Schleuderguss und Horizontalstrangguss und zählt dabei heute zu den führenden Unternehmen im Bereich des Gusses von NE-Metallen.

mehr erfahren

Beliebteste Berufe in der Berufsgruppe Metallbearbeitung

Der Zerspanungsmechaniker gehört zu den beliebtesten Ausbildungsberufen in der Berufsgruppe bezogen auf die Neuabschlüsse im Arbeitsagenturbezirk Freiberg. Im Jahre 2016 waren 27 Neuabschlüsse zu verzeichnen, darunter eine junge Frau. Bei den jungen Männern steht der Zerspanungsmechaniker damit auf Platz 5 der beliebtesten Berufe in Mittelsachsen.

Altersstruktur in der Berufsgruppe

Der prozentuale Anteil der Beschäftigten im Alter von 15 bis unter 35 Jahren hat sich im betrachteten Zeitraum leicht vermindert und liegt aktuell bei knapp 34 %, der Anteil der über 55-jährigen hat sich erhöht und liegt nun bei hohen 21,2 %. Die Zahl der über 60-jährigen ist mit rd.250 recht hoch und damit fast dreimal so hoch wie die Zahl der Auszubildenden. Der Beschäftigungsaufbau der letzten Jahre fand besonders in der Altersgruppe 25 bis 35 sowie der über 50-jährigen statt. Auch bei den Spezialisten, zu denen Meister, Techniker oder Absolventen mit Bachelorabschluss gehören, gehören fast 60 % zur Altersgruppe der über 45-jährigen.

Beschäftigtenentwicklung

Die Berufsgruppe gehört zu den beschäftigungsstärksten in Mittelsachsen. Die Anzahl der SV-pflichtig Beschäftigten ist im Zeitraum von 2013 bis 2016 um 231 Personen auf nunmehr 3.203 gestiegen. Der Anteil der Helfer ist dabei in den letzten Jahren angestiegen, während der Fachkräfteanteil zurückgegangen ist. Ursache dafür könnten Rekrutierungsprobleme bei Fachkräften sein, was die Unternehmen auch auf niedriger qualifiziertes Personal zurückgreifen lässt. Der Frauenanteil ist mit rd. 16 % relativ niedrig, auch die Teilzeitquote ist sehr niedrig. Die Zahl der Auszubildenden in der gesamten Berufsgruppe betrug zum 30.06.2016 93 ist damit gegenüber dem Vorjahr deutlich rückläufig.

Anteil der unter 35-jährigen in 2016: 33,6 %20152016Tendenz
SVB Helfer (%)26,734,9Steigend
SVB Fachkraft (%)69,061,2Fallend
SVB Spezialist (%)3,02,8gleichbleibend
SVB Expertek.A.k.A.k.A.
Teilzeitbeschäftigte in % 1,61,5fallend
Arbeitslose (%) 10,79,8fallend
Anzahl der Auszubildenden (30.6.)111104fallend
Anzahl Beschäftigte über 60 Jahre228218fallend
Anteil Leiharbeiter an Gesamt SVB in %1316Steigend

Quelle: Statistik Bundesagentur für Arbeit


Resümee

Die Verschiebung der Altersstruktur lässt einen deutlichen Alterungstrend erkennen. Der relativ geringe Anteil der Beschäftigten im Alter unter 25 Jahren im Vergleich zu den Beschäftigten über 55 und insbesondere über 60 lässt mittelfristig einen Fachkräftemangel erwarten. Dies wird auch durch die relativ geringe Ausbildungsquote unterstrichen. Bisher ließen sich Engpässe an Arbeitskräften offenbar noch gut durch Nicht-formal-Qualifizierte oder Quereinsteiger abdecken.

Ansprechpartner

Dr. Frank Gehre
Projektleiter

GIZEF GmbH
Am St. Niclas Schacht 13
09599 Freiberg

Tel.: +49 3731 781 - 130
Gehre@gizef.de